# Hashtag-Tour – Was ist das?

By 15. April 2017Fotografie
#hashtagtour Berlin Neukölln

Das habe ich mich gefragt, als ich die Seite von FotoRuta BER entdeckt hatte. Ich bin ja immer auf der Suche nach einer tollen Art und Weise, den Menschen das Fotografieren nahe zu bringen. Ich war mir sicher, dass das ein super Angebot auch und gerade für junge Leute ist.

Also buchte ich bei Judith Fischer in Berlin (sie ist FotoRuta BER) eine solche #Hashtag-Tour. In Neukölln, einem sehr hippen Stadtteil von Berlin, sollte sie stattfinden an diesem Samstag. Judith hat übrigens auch Kreuzberg und Charlottenburg im Angebot. Neuköln war aber OK für mich, weil ich Kreuzberg ja schon auf meiner Smartphone-Tour entdecken konnte. Über die Smartphonetour habe ich dir gestern berichtet.

Nun also #Hashtag. Als ich die Tour gebucht habe, hatte ich noch Null Ahnung, was #Hashtags eigentlich sind. Seit gestern dämmerte es mir aber, denn mit der Smartphone-Tour bin ich gleichzeitig in die Tiefen von Instagram eingetaucht.

Wir Teilnehmer und die Kursleiterin trafen uns in einer coolen Location und wurden eingewiesen. Wir bekamen jeder ein tolles Handout mit Karte, Fototipps und den berühmten #Hashtags.

Nun: Judith ließ uns auf eine zweistündige eigenständige Tour durch ihr Viertel los mit dem Auftrag, zu jedem #Hashtag Motive zu finden und sie möglichst originell abzulichten.

Falls du noch nicht weißt, was ein #Hashtag ist: das ist so ein neumodischer Begriff für das Wort „Thema“. Statt zu sagen: „Geh mal los und fotografiere etwas zum Thema ‚Buchstaben im Straßenbild‘!“ heißt es jetzt: „Bring Bilder mit zu #wordonthestreet!“ Klasse nicht!? Versteht zwar meine Generation nicht sofort, aber wenn man es einmal begriffen hat, erinnert man sich an seine Jugend. Bei mir hieß das Fotoralley. Wie eine Art Schnitzeljagd.

Wir waren an diesem etwas kühlen Tag mit vier Leutchen unterwegs in Neukölln. Ich hatte als einzige Nichtberlinerin so meine Schwierigkeiten, denn acht Aufgaben in zwei Stunden waren ganz schön sportlich. Vor allem wenn man keine Ahnung hat, welche Motive man wo finden kann. Das war aber auch das Spannende daran!

Judith hatte uns empfohlen, über unseren Schatten zu springen und Leute anzusprechen, irgendwo hinzugehen, was nicht unbedingt auf der Straße zu finden war, Gegenstände künstlich ins Bild zu rücken, besondere Standpunkte einzunehmen usw.

Mich hat es da in eine kleine Kellergalerie verschlagen, wo ich in Farben nur so schwelgen durfte. Und eine Familie fragte mich, wa ich da tue, als ich bei #ditisberlin angelangt war. Ich versuchte nämlich, ein Schild zu fotografieren und das Kind mit Vater und Fußball drauf zu bekommen.

Sieh selbst: das gibt’s wirklich nur in Berlin: Ein tip-top geschnittener Rasen mit fetten Schildern „Rasen betreten verboten“ und kein Mensch interessiert das: man sonnt sich, man spielt Fußball – Berlin eben! In jeder anderen Stadt hätte ich das kein Mensch gewagt.

Und so ging es in zwei Stunden durch die #hashtags, ich habe Unmengen von Bildern gemacht. Später trafen sich Judith und die Fotografen wieder. Jeder von uns bestimmte ein Bild, das am besten zu den #hashtags passte, und Judith mixte alles auf ihrem Tablet. In der Fotoshow konnten wir dann sehen, wie die anderen die Themen umgesetzt hatten. Es war erstaunlich! Der AHA-Effekt ist grandios, wenn du den ganzen Tag allein unterwegs bist und am Schluss dann Ideen bekommst, wie du solch ein Thema auch angehen kannst.

Die Bilder hat Judith dann bei Facebook gepostet, damit jeder noch mal schauen kann, was die anderen Fotografen in den Themen gesehen und vor allem gefunden haben.
Für mich war das eine richtig tolle Erfahrung. Und ich habe mir vorgenommen, diese Art, eine Stadt zu erobern, mit in mein Tourprogramm aufzunehmen. Danke Judith nach Neukölln!

Und dir wünsche ich viele Ideen, wie du Fotothemen interpretieren kannst!

Ich freue mich, bald mit dir unterwegs zu sein. Ich bin gespannt, was du z.B. zum #seeraeuber für Bilder mitbringst.

Deine Gabi

 

FotoRuta Berlin kannst du besuchen unter http://www.foto-ruta.de/

Hier ein paar Beispiele, die ich von der Tour mitgebracht habe.

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