Ungeahnte Motive nebenan

By 20. Juli 2017Fotografie, Stralsund

Heute nehme ich dich mit auf eine Entdeckungstour durch die Stralsunder Altstadt.
„Schon wieder?!“ wirst du vielleicht denken, oder: „Ich kenne doch schon fast alles!“….

Ja eben nur fast!
Hinter den roten oder mitunter auch sehr bunten Mauern Stralsunds schlummern  ungeahnte frische, grüne Oasen: kleine Gärten oder sogar große, die du hier nie vermutet hättest. Oder kannst du dir vorstellen, dass oben auf dem Dach des ziemlich „verbetonierten“ Quartier 17 ein großer Dachgarten mit vielen kleinen bunten Inseln der jeweiligen Bewohner zu finden ist? Dieses Refugium mit Blick auf die Dächer Stralsunds bis hin zur Nikolaikirche kannst du sogar zu jeder Zeit bewundern. Du musst dich nur ins Treppenhaus der Tiefgarage in der Heilgeiststraße begeben und nach oben gehen.

Oder die Gärten beim Johanniskloster! Geh eifach ein Stückchen weiter als das Auge auf den ersten Blick entdecken kann, wenn du auf dem Platz der Stehle stehst. Wenn du beim Ferienhaus „Min Hüsing“ angekommen bist, hattest du jede Menge grüne Überraschungen auf deinem Weg.

Die meisten Altstadtgärten sind jedoch versteckt hinter den Türen ihrer Bewohner und der Öffentlichkeit nicht oder kaum zugänglich. Das ist ja auch der Sinn eines kleinen Gartens: ein ganz intimer Platz abseits des Stadtgetümmels und der Blicke der anderen Menschen.

Aber einmal im Jahr öffnen bis zu 14 Gartenliebhaber hier in der Altstadt ihre kleinen Schatzkammern. Sie erlauben den Neugierigen und Besuchern einen Einblick in ihr Allerheiligstes, erzählen mit Stolz über die Entstehung des Gartens und die Restaurierung ihres Hauses. In diesem Jahr sind so viele Besucher der Einladung von Dr. Angela Pfennig gefolgt wie nie zuvor. Schon zum vierten Male hatte die Gartenhistorikerin eingeladen zu diesem Rundgang, mit von der Partie: Freiraumgestalter der Stadt Stralsund Martin Jeschke. Trotz der vielen Interessierten hat dieser Rundgang immer wieder etwas sehr Intimes. Jeder der Gastgeber schmückte seine Tür mit dem Einladungsflyer, der zum Hineingehen einlud. Nicht selten liefen die Besucher tatsächlich durch die gute Stube bis hin zum Objekt ihrer Begierde, der kleinen grünen Oase inmitten von Backstein, Holz, Stahl und ev. Beton.

Fotografen hatten es schwer, mit den vielen, vielen Menschen klarzukommen, aber Geduld zahlte sich hier aus. So konnte ich für dich ein paar Eindrücke festhalten, wieviel Liebe und Einfallsreichtum hinter den roten Backsteinmauern Stralsunds schlummern.
Und nun: schau selbst, was du hier in Stralsunds Altstadt entdecken kannst. Mehr Bilder findest du in der Galerie. Möchtest du ein oder mehrere Bilder erwerben, schreibe mir über das Kontaktformular eine Nachricht!

Und wenn du diese kleinen Altstadtgärten einmal selbst besuchen möchtest, notiere dir den nächsten Termin: erster Samstag im Juli 2018. Es lohnt sich!

Wie immer viele Grüße von deiner Gabi

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